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04. Mai 2022

JETZT UNTERSCHREIBEN: Stoppt Lebendtier-Transportqual!

Udo Landbauer und Gottfried Waldhäusl mobilisieren für Tierschutzvolksbegehren

Das seit Jahrzehnten tolerierte, systematische Tierleid auf Österreichs – und Europas Straßen – muss ein Ende haben. Der Tierschutz-Landesrat in Niederösterreich, Gottfried Waldhäusl, hat daher das überparteiliche Volksbegehren „Stoppt Lebendtier-Transportqual“ ins Leben gerufen - und die innerhalb weniger Monate getätigten 275.000 (!) Unterschriften belegen, dass auch die Österreicher nicht mehr entsetzt und beschämt auf die Seite schauen wollen. Die offizielle Eintragungswoche steht jetzt bevor: Von 2. bis 9. Mai 2022 kann auf jedem Gemeindeamt bzw. online mittels Handysignatur unterschrieben werden, dass die Schlachttiere nur noch bis zu den nächstgelegenen, geeigneten Schlachthöfen transportiert werden dürfen. Von dort aus soll das Fleisch nur noch gekühlt oder gefroren weiter verbracht werden!

3,8 Mio Schlachttiere werden täglich quer durch die EU gekarrt!

„Es reicht endgültig! Bis zu sieben Tage Tierqual im Lkw kreuz und quer durch Europa – diese Zustände müssen ein Ende haben! Ein Armutszeugnis für Österreich und alle EU-Staaten. Immerhin werden laut Tierschutzorganisationen täglich 3,8 Millionen Tiere durch aller Herren Länder transportiert, das sind 2,4 Milliarden pro Jahr“, informiert Waldhäusl. „Pferde, Schafe, Ziegen etc. durchleiden auf tage- und wochenlangen Fahrten unerträgliche Qualen!“ Politische Entscheidungsträger haben sich jahrzehntelang mit Nebenaspekten befasst, etwa ob Transporte eine Stunde länger oder kürzer sein sollen oder die Be- bzw. Entladezeit dazu gerechnet werden muss. Waldhäusl: „So lügt man sich selber in den Sack, und niemandem ist geholfen.“

EU-Gesetzgebung kennt keine zeitliche Begrenzung

Die Missstände bei den Horrorfahrten: Die Schlachttiere sind extremer Hitze und Kälte ungeschützt ausgesetzt, haben meistens keinen Zugang zu Trinkwasser und sind dehydriert, die Transporter sind überladen und der Platzmangel führt sehr häufig zu Verletzungen (eingeklemmte Körperteile, Beinbrüche, Quetschungen) bis hin zum qualvollen Tod.

Beispiele: Die Fahrt von Spanien nach Italien dauert 35 Stunden, von Irland nach Spanien drei Tage und von Österreich in die Türkei sieben Tage! Waldhäusl: „Die EU-Gesetzgebung kennt keine zeitliche Beschränkung. Rinder, Schafe und Ziegen dürfen bis zu 30 Stunden ohne Ruhepause durch die Länder gekarrt werden, Schweine bis zu 24 Stunden. Die Gewinner dieser unsäglichen Tierquälerei: Einige wenige Großbetriebe, Profit geht vor Tierleid!

Fleisch speichert Angst & Stress – Konsumenten sind Verlierer

Eindeutig die großen Verlierer sind die Konsumenten und die Umwelt: Die bei den Tieren durch die langen Fahrten ausgelösten Stresshormone vermindern massiv die Qualität, „vergiften“ das Fleisch und schaden dem Endverbraucher, der CO2-Ausstoss durch das „Kilometerfressen“ steigt enorm.

 

Lösung mit Hausverstand: Transport nur noch bis zu den nächstgelegenen Schlachthöfen

Für Waldhäusl ist unumgänglich: „Lebendtiertransporte von Schlachtvieh durch die gesamte EU müssen generell verboten werden. Es bedarf einer umgehenden gesetzlichen Verankerung, sodass die Tiere nur noch vom Bauern zu den nächstgelegenen, geeigneten Schlachthöfen transportiert werden darf, die weitere Verbringung des Fleisches ist nur noch gekühlt oder gefroren erlaubt. Beispiel: In Niederösterreich gibt es zahlreiche kleinere Betriebe, zusätzlich zu frei frequenzstarken Schlachthöfen im Most- und Industrieviertel, wo eine Anfahrt von maximal zwei- bis zweieinhalb Stunden durchaus machbar ist.

Abstimmung im Nationalrat fix!

 

Ein Volksbegehren in Österreich wird mit dem Erreichen von 100.000 Unterschriften im Nationalrat behandelt, „Stoppt Lebendtier-Transportqual“ hat diese Grenze längst überschritten. „Trotzdem zählt in der Eintragungswoche jede weitere Unterschrift“, sagt Initiator Waldhäusl. „Helfen wir alle zusammen und setzen gemeinsam ein deutliches Zeichen, dass die verheerenden Tiertransporte auf unseren Straßen ein Ende finden!“

Landbauer: Stundenlange Transportqualen schaden uns allen!

FPÖ NÖ fordert: Volksbegehren endlich ernst nehmen

Volle Unterstützung für das überparteiliche Tierschutz-Volksbegehren gegen Lebendtier-Transportqualen gibt es von der FPÖ Niederösterreich „Ich bedanke mich bei Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl für seine Initiative. Die Regierungsparteien schlafen leider auch bei diesem wichtigen Thema. Je mehr Bürger jetzt unterschreiben, desto eher muss sich die Bundesregierung bewegen. Ich kann nur an jeden appellieren, das Volksbegehren zu unterzeichnen und seine Stimme gegen das unnötige Tierleid zu erheben“, sagt FPÖ Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer.

Die FPÖ NÖ hat in den letzten Wochen mit Verteilaktionen im ganzen Land und Bürgerständen in den Gemeinden nochmals stark mobilisiert. Insgesamt wurden 60.000 Folder und mehr als 30.000 Aufkleber verteilt. Unterstützt wurde die Tierschutz-Initiative ebenso mit diversen Bannern und Schaufensterplakaten. „Die Rückmeldungen sind unglaublich positiv. Hier geht es um eine gute Sache, die über alle Parteigrenzen hinweg Anklag findet“, sagt Landbauer. In Niederösterreich haben bis vor dem Zeitpunkt der Eintragungswoche schon mehr als 60.000 Menschen unterschrieben. Niederösterreich ist damit Spitzenreiter.

Neben den unnötigen Transportqualen, die beendet werden müssen, geht es Landbauer auch um die Qualides Fleisches und damit um die Gesundheit der Konsumenten.

„Die Tiere erleiden bei den elendslangen Transporten - zusammengepfercht auf engstem Raum - Todesangst, Stress und starke Schmerzen. Das führt zu einer massiven Ausschüttung von Stresshormonen, die vor dem Schlachten nicht mehr abgebaut werden können und beim Verzeher in den menschlichen Körper gelangen. Ich denke hier an unsere Landsleute und an unsere Kinder, bei denen das vergiftete Fleisch nicht auf den Tellern landen soll. Wir wollen gesunde und qualitativ hochwertige Produkte, die vorwiegend im eigenen Land produziert, verarbeitet und konsumiert werden. Lebendtiertransporte schaden den Tieren und uns selbst. Uns Freiheitlichen ist das nicht egal. Wir werden so lange - Seite an Seite mit der Bevölkerung - gegen die Transportqualen eintreten, bis dieser Wahnsinn beendet wird. Den Tieren zuliebe und der Gesundheit unserer Kinder zuliebe “, betont Landbauer.

Die FPÖ NÖ fordert die Bundesregierung auf, das Volksbegehren ernst zu nehmen. „Es kann nicht sein, dass ÖVP und Grüne Hunderttausende Unterschriften wieder schubladisieren und über die Interessen der Bevölkerung drüberfahren“, sagt Landbauer.

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